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Immobilien in Osnabrück, 453 Ergebnisse

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Eine Stadt mit vielen Gesichtern
Von den dreiundzwanzig Stadtteilen Osnabrücks wurden nicht alle im Zweiten Weltkrieg zerstört. So ist die Weststadt ein Bezirk, in dem sich im Katharinenviertel noch viele Gebäude aus der Gründerzeit (1850-1914 je nach Definition) befinden. Mit Grünflächen durchsetzt, verkehrsberuhigten Zonen und ausreichend Fahrradstraßen hat der ruhige Stadtteil einen ganz besonderen Charme. Durch die Nähe zur Universität leben hier viel Studenten, meistens in Wohngemeinschaften, die Altersstruktur ist gemischt, das Stadtteilbild bei aller Ruhe lebhaft.

Im Stadtteil Westberg im Westen von Osnabrück liegen das Klinikum Osnabrück, die Paracelsus-Klinik sowie die Fachhochschule und Teile der Universität, auch hatten die Briten bis 2010 hier einen Stützpunkt. Große Bereiche von Westberg sind allerdings das bevorzugte Wohngebiet der Oberschicht, die Grundstückspreise liegen weit über dem Durchschnitt. In dem Bezirk leben viele einflussreiche Mitglieder der Gesellschaft, sodass immer wieder die Behauptung im Raum steht, dass das Wohngebiet besondere Privilegien besitzt. Etwas ungewöhnlich für eine Stadt ist, dass sich mitten im Zentrum ein aktiver Landwirtschaftsbetrieb befindet, wobei der Westberg auch die Funktion eines Naherholungsgebiets hat.

Der sich im Nordosten befindliche Stadtteil Dodesheide besteht überwiegend aus Gebäuden aus dem Zwanzigsten Jahrhundert sowie einigen Bauernhöfen. Baubeginn für den neu zu schaffenden Wohnraum war in den fünfziger Jahren, die Bebauung erfolgte in mehreren Abschnitten, das Demonstrativbauvorhaben Dodeshaus ist ein Wohngebiet mit typischen Bungalows dieser Zeit. Eine Besonderheit stellt der ehemalige Jesuitensitz, Haus Gartlage, dar, der nach der Aufgabe des Ordens zu einem Wohnhaus umgebaut wurde. Den Osten des Stadtteils bilden neben der britischen Kaserne die zugehörigen Soldatenwohnungen, allerdings soll das Gebiet, nach dem die Briten 2009 abgezogen sind, eine neue Struktur erhalten. Bevor die Universität 1970 ihren Platz auf dem Westberg erhielt, war Dodesheide als Standort geplant, das Studentenwohnheim Dodesheide ist mit seinen zweihundertsechs Wohneinheiten ein Relikt dieses Bauvorhabens.

Schinkel hatte von den Wohnbezirken mit den höchsten Gebäudeverlust während des Zweiten Weltkriegs, die Neubauten der Nachkriegszeit versprühen den typischen Charme dieser Architektur. Im Laufe der Jahre hat sich der Ortsteil zu einem Konglomerat der unterschiedlichsten Nationen entwickelt, dennoch handelt es sich nicht um ein Problemviertel, die Mischung aus Fremden sowie älteren und jüngeren Anwohnern lebt friedlich miteinander. Sehr viel trugen die Maßnahmen der Stadt zu dieser gelungenen Integration verschiedener Kulturen bei, denn das Freizeitangebot ist groß, nicht nur, was das Naherholungsgebiet Schinkelberg betrifft. Die Siedlung Junger Schinkel bekam eine Bebauung mit Reihenhäusern, die auch viele neue Familien in den Stadtbezirk zogen.

In den dreißiger Jahren entwickelte das Kleinsiedlungsgebiet Widukindland, eine Ansiedlung von Wohngebäuden mit Nutzgarten. Das Stadtbild bestimmen das Waldgebiet und auch heute noch die Einfamilienhäuser in den großen Gärten, die eigentlich als Selbstversorgung dienen sollten. Eine Reihe gastronomischer Betriebe sorgen für das leibliche Wohl, die angenehme Ruhe für Entspannung. Nicht ganz so geglückt war die Planung von Hellern am südwestlichen Stadtrand. Als 1973 auf einer Fläche von fünf Hektar vier Hochhäuser gebaut werden sollten und diese Planung auf massiven Widerstand stieß, reduzierte die Stadt ihr Vorhaben in ein einzelnes, achtstöckiges Hochhaus. Zum Glück für das Ortsbild scheiterte auch dies, es entstanden mehrere drei- bis vierstöckige Wohnblocks sowie ein Kindergarten, eine Schule und ein Gemeindehaus.
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